10 Jahre BASF und IBIS


 

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Unsere Interview Partner

Wiebe van der Horst, BASF

 

 

 

 

 

Wiebe van der Horst

Senior Vice President Global Process & Enterprise Architecture BASF

 

 

Dr. Michael Schehl, BASF

 

 

 

 

 

 

Dr. Michael Schehl

Vice President Process Architecture BASF

 

 

 

 

> Was ist Ihre aktuelle Rolle? An welchen Themen und Projekten arbeiten Sie gerade?

Wiebe van der Horst: Ich bin der Senior Vice President Global Process & Enterprise Architecture des BASF-Bereichs Information Services & Supply Chain Operations. In dieser Rolle verantworte ich die Bereiche Process Architecture, IT Strategy, Enterprise Architecture, Cyber Security, Prozess- und Projektimplementierung sowie Prozess-Audits. Generell ist die Harmonisierung unserer Geschäftsprozesse und der unterstützenden IT-Systeme ein wichtiges Thema für BASF. Zugleich implementieren wir Prozess-Differenzierung und neue Business-Modelle wo dies Mehrwert erzeugt.

Dr. Michael Schehl: Ich bin seit Anfang 2016 als Vice President für den Bereich Process Architecture der BASF Gruppe verantwortlich. Mein globales Team kümmert sich um die Gestaltung und Optimierung unserer Geschäftsprozesse. Diese betrachten wir end-to-end, das heißt, jeder Prozess wird vom Anfang bis zum Ende über funktionale Einheitsgrenzen hinweg optimiert. Darüber hinaus betrachten wir unsere Prozesse entlang der Wertschöpfungskette und über die verschiedenen Prozessgrenzen hinweg. Durch effizientere Prozesse wollen wir eine höhere Leistung erzielen und agil auf wechselnde Marktanforderungen reagieren.

 

 

> IBIS und BASF arbeiten bereits seit 10 Jahren zusammen. Wo sehen Sie die Vorteile einer langfristigen Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Analysepartner wie der IBIS Prof. Thome AG?

Wiebe van der Horst: Für uns ist es wichtig, dass wir einen Blick von außen auf unsere Prozess- und Systemlandschaft bekommen. Es hilft uns sehr, dass die IBIS Prof. Thome AG unabhängig prüft, wie effizient und effektiv unsere Prozesse aufgesetzt sind und uns mit unabhängigem Know-how Impulse gibt, in welche Richtung sich die Entwicklungen und Anforderungen auch am externen Markt bewegen. Wichtig für uns ist auch, dass die Zusammenarbeit mit IBIS stets sehr effizient und professionell ist. Analyseergebnisse werden immer sehr gut vorbereitet und präsentiert. Die Unterstützung bei weiteren Fragen war bisher jederzeit schnell und unbürokratisch möglich.

 

 

> Was können Sie anderen SAP-Anwenderunternehmen über RBE Plus-Projekte mitteilen, die wir für BASF in den letzten 10 Jahren durchgeführt haben?

Dr. Michael Schehl: RBE Plus Projekte haben viel zu der Harmonisierung unserer System- und Prozesslandschaft beigetragen. 2013 haben wir beispielsweise die BASF-Gruppengesellschaften weltweit auf eine global harmonisierte SAP-Prozess-Plattform migriert. IBIS Prof. Thome AG hat für uns analysiert, wie unsere Systemlandschaft vor der Migration genutzt wurde und hat uns Vorteile einer Migration aufzeigen können. Dieses Projekt „One“ war hochkomplex und anspruchsvoll, hat aber die Basis geschaffen für unsere heutige integrierte Systemlandschaft. Ohne diese Systemkonsolidierung wären heutige gruppenweite Analysen, auch im Bereich Big Data, nur schwer möglich.

 

 

> Was sind Ihre aktuellen Herausforderungen im SAP-Umfeld?

Wiebe van der Horst: Eine Herausforderung für BASF besteht darin, die Auswirkungen der neuen betriebswirtschaftlichen Anwendung S4/HANA auf die bestehenden Prozesse zu identifizieren. Mit der Plattform stehen viele neue und innovative Lösungen für unsere Geschäftsprozesse zur Verfügung. Mit der Datenbanktechnologie HANA bietet SAP auch die Grundlage für z.B. Big Data Analysen. Wir prüfen deswegen, welche Vorteile dies für BASF bieten kann. Dabei befinden wir uns weiterhin in dem Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Standardisierung und Harmonisierung der Geschäftsprozesse und der gleichzeitigen Notwendigkeit differenzierte Lösungen für unsere Geschäftsanforderungen anbieten zu können.

 

 

> Wir haben für Sie 2016 eine RBE Plus-Systemnutzungsanalyse sowie eine RBE Plus S/4HANA Innovationsanalyse durchgeführt. Wie haben Ihnen die Ergebnisse in Ihren Projekten weitergeholfen?

Dr. Michael Schehl: Beide Analysen wurden durch die BASF Initiative „Next Generation Architecture“ beauftragt, mit dem Ziel Möglichkeiten und Potentiale einer Nutzung von S/4HANA durch die BASF aufzuzeigen. Gerade im Bereich RBE Plus S/4 HANA Innovationsanalyse konnten wir einige wertvolle Hinweise gewinnen. In der BASF sehr stark genutzte Transaktionen wurden identifiziert, überprüft und Verbesserungspotentiale festgestellt. Über die Möglichkeit Geschäftsszenarien zu definieren, konnten wir die Auswirkungen des neuen FIORI Frontend auf die Nutzung unserer Prozesse fundiert beleuchten. Insgesamt wird das S4/HANA Potential damit greifbarer und kann deutlich konkreter diskutiert werden. Als ein Ergebnis aus dieser Analyse können wir die Laufzeit einiger Programme um die Hälfte reduzieren.

Die RBE Plus Analyse zeigt sehr gut die heutige Belastung des Systems und die Häufigkeit der Nutzung von Transaktionen. Damit können Engpässe identifiziert werden und konkrete Verbesserungen angestoßen werden. Da wir diese Analyse bereits in den letzten Jahren durchgeführt hatten, können wir jetzt die Entwicklung über die Zeit beobachten und Maßnahmen überprüfen.

 

 

> Wo sehen Sie die Herausforderungen in der Zukunft?

Wiebe van der Horst: Die Digitalisierung in allen Bereichen unserer Gesellschaft ist die Herausforderung für global agierende Unternehmen wie BASF. Digitalisierung hat direkten Einfluss auf unsere betriebswirtschaftlichen Prozesse und auf die erforderliche Systeminfrastruktur. Aufgrund neuer Marktanforderungen in einem immer schnelleren und auch volatilen Umfeld müssen wir unsere Prozesse und Services agil anpassen. Dafür brauchen wir starke Partner, die uns helfen, digitale Innovationen und Potentiale frühzeitig zu erkennen.

 

Dieses Interview können Sie sich auch als PDF herunterladen.

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