Blog-Serie Fitnessplan: Was unsere Strategie mit dem Jojo-Effekt zu tun hat


Eine Strategie, die den Jojo-Effekt beeinflusst – ist das wirklich ein Thema für einen Fitnessplan? Wir denken ja, und in diesem Sinne beginnen wir eine neue Ausgabe unserer kleinen Blog-Serie. Dabei sollten wir uns zunächst damit beschäftigen, was wir unter Strategie verstehen. Klassischerweise sprechen wir bei Strategien von langfristig geplanten Verhaltensweisen oder -änderungen. Demnach bedarf also gerade ein Fitnessplan, der grundlegende Änderungen herbeiführen soll, einer strategischen Ausrichtung.

Alles andere verursacht das, was wir im Fitnessumfeld als Jojo-Effekt kennen. Wenn der kurzfristige Erfolg dank Trägheit ins Gegenteil umschlägt. Wir fallen zurück in alte Verhaltensweisen, nehmen uns gerne einen dritten Teller, schenken uns Cola ein statt Wasser und die Couch besiegt mal wieder den Laufschuh. Was wir in diesem Fall brauchen ist ein bisschen mehr als eine Handvoll von erreichbaren Zielen – wir benötigen eine klare Anleitung dessen, was wir auch auf lange Sicht erreichen wollen. Sozusagen die GPS-Koordinaten dessen, was hinter dem Horizont auf uns wartet. Natürlich unter der Voraussetzung, dass wir auch immer brav unsere Übungen machen und die Disziplin wahren.

Projiziert auf die Betreuung und -nutzung von SAP Systemen heißt das: Wir müssen uns klarwerden, was wir wollen und was wir brauchen. Jenseits unserer unmittelbaren Anforderungen, neudeutsch als „Requirements“ bezeichnet. Aber genau da fängt der Ärger schon an. Denn was, wenn nicht nur ich Requirements habe sondern andere auch? Und wessen Wünsche sind dann die wichtigsten? Bekanntermaßen sind Ressourcen und andere Möglichkeiten der Wunscherfüllung ja eher ein beschränktes Gut. Und die Sichtweisen dessen, was wichtig und relevant ist, sind mitunter nicht deckungsgleich. Wer dies nicht glaubt, möge sich in ein Abstimmungsmeeting zwischen IT Abteilung und Fachbereichsvertretern begeben und dort eine Weile lauschen oder einfach diesen Blog-Artikel besuchen.

Aber wie findet man nun die richtige Strategie, die uns dauerhaft eine Systemfitness bescheren kann und die alle Beteiligten als angenehm empfinden?  Um dafür eine Antwort zu finden, sollten wir uns 5 Fragen stellen.

 

Die 5 typischen Fragen für die richtige Fitnessstrategie

> Welche Rolle spielen strategische Zielsetzungen in Ihren IT Projekten?
IT Projekte kommen in großer Vielfalt und mit den unterschiedlichsten Zielsetzungen. Die entscheidende Frage jedoch ist, wie diese ins Gesamtbild passen – im Hinblick auf langfristige Entwicklungen und Unternehmensentscheidungen. Nur eine Planung aus Sicht der globalen Ziele kann dauerhaft Zielkonflikte vermeiden.

> Wie erfolgt die  Kommunikation der Stakeholder?
Wann immer unterschiedliche Teams und Sichtweisen aufeinanderprallen sind Abstimmungsprobleme die logische Folge. Insbesondere dann, wenn zu den verschiedenen Perspektiven eigene Terminologien und Denkweisen kommen. Diskussionen in solchen Umgebungen können nur dann sinnvoll gelöst werden, wenn eine gemeinsame Basis gefunden wird, deren Inhalte objektiv und nachvollziehbar sind.

> Wie umfassend sind die Einblicke ins System?
Wenn es um Auswertungen geht, dann kann man es selten allen recht machen. Während die Entscheider klare Informationen brauchen, die aussagekräftig und doch nicht zu detailliert sind, bedürfen die Mitarbeiter auf der Umsetzungsebene dagegen konkrete Details. Um einen Kompromiss zu schaffen, bedarf es einer Betrachtung, die den verschiedenen Blickwinkeln gerecht wird. Dennoch ist es entscheidend, dass die Inhalte folgerichtig miteinander verknüpft sind, um zu vermeiden, dass unterschiedliche Schlüsse gezogen werden.

> Wie setzen Sie die Maßnahmen tatsächlich um?
Der Alltag und die Erfahrungen eines Analysten zeigen – nicht alle zu Tage geförderten Themen sind gleich wichtig. Was eigentlich die logische Folge einer strategischen Ausrichtung sein muss. Aber Hand aufs Herz, wie viele Maßnahmen werden dann auch tatsächlich umgesetzt und auf welche Art und Weise? Und viel entscheidender – von wem? Damit der ermittelte Handlungsbedarf nicht in eine rein punktuelle Gewissensberuhigung abgleitet ist es entscheidend, konkrete Maßnahmen und Ressourcen abzuleiten.

> Welche Systemanalysen fahren Sie und in welchen Zyklen?
Natürlich, unsere Planung hat wunderbar funktioniert und zeigt solide Ergebnisse. Aber was jetzt? Wann ist es Zeit für die nächste Planung, die nächste Abstimmung hinsichtlich der strategischen Ausrichtung und für die nächsten Untersuchungen? Die Antwort darauf geben konkrete Planungszyklen zur Überprüfung der erreichten Ziele und der Weiterentwicklung unserer Vorgaben. Dabei ist darauf zu achten, dass die Vergleichbarkeit der Untersuchungsergebnisse gewährleistet werden kann, um Missverständnissen vorzubeugen.

 

Fitnessplan 4

Eine gute Strategie verbindet Gestern, Heute und Morgen

 

Fazit: Zusammenfassung operativer Informationen als Entscheidungshilfen

Nehmen wir die oben aufgeführten Antworten als Referenz wird klar, dass die Ausgangsbasis von strategischen Entscheidungen und deren Erfüllung nicht nur durch detaillierte Kennzahlen unterstützt werden kann sondern im Grunde sogar muss. Sicherlich ist ein Überfluss an Details bisweilen alles andere als hilfreich, um das große Bild erkennen zu können. Doch mit Hilfe einer zielgerichteten Zusammenfassung gelingt es, die richtigen Aussagen herauszufiltern, ohne Widersprüche mit den Umsetzungsmaßnahmen auf Detailebene zu erhalten. Insbesondere das Zusammenspiel aus der Analyse von Vergangenheits-, Gegenwarts- und Zukunftsdaten offenbart hier Möglichkeiten, welche unabhängige Einzelbetrachtungen nicht bieten können.

Insofern belegt sich auch hier eine deutliche Parallele zu der Frage unserer körperlichen Fitness. Denn die richtigen Kenntnisse über die Zusammenhänge unserer Bedürfnisse, Gesundheitsfaktoren und langfristige Verhaltensänderungen bestimmen über den langfristigen Erfolg. Ganz ohne Jojo-Effekt.

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